Mutterschutz

10 Oktober 2018

Schwangere Frauen und Mütter sind durch das Gesetz besonders geschützt. Das OR und das Arbeitsgesetz sowie die Verordnung verfügen über einige Artikel zu diesem Thema. Das OR bezieht sich u.a. auf die Themen des Kündigungsschutzes OR Art. 336c, den Mutterschaftsurlaub OR Art. 329f, die Ferienkürzung OR Art. 329b. Das Arbeitsgesetz geht u.a. in die Themen schwangere Frauen, stillende Mütter, Arbeitsrisiken, Arbeits- und Ruhezeiten, Ersatzarbeit, Gesundheitsschutz.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat eine übersichtliche Tabelle für Mutterschaft und Arbeitszeitgestaltung erarbeitet.

https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Arbeitnehmerschutz/Schwangere-und-Stillende.html

Mutterschaft und Arbeitszeitgestaltung

Zwei auserwählte Fragen wo sich vielleicht in Ihrem Betrieb auch bereits gestellt haben:

Die Mitarbeiterin weigert sich nach 14 Wochen Mutterschaftsurlaub die Arbeit wieder aufzunehmen. Ist das erlaubt?

Gemäss OR Art. 329f dauert der Mutterschaftsurlaub 14 Wochen. Leider deckt sich diese Aussage nicht mit dem Arbeitsgesetz. Nach Arbeitsgesetz darf die Mutter während 8 Wochen nach der Niederkunft und danach bis zur 16. Woche nur mit ihrem Einverständnis beschäftigt werden. Während dieser zwei Wochen hat die Mitarbeiterin kein Anrecht auf Lohnfortzahlung.

Ist es erlaubt während der Probezeit einer schwangeren Mitarbeiterin zu kündigen?

Grundsätzlich ist eine Kündigung möglich. Es gilt während der Schwangerschaft und in den 16 Wochen nach der Niederkunft eine Sperrfrist. Diese Kündigung würde zu Unzeiten erfolgen und ist nichtig. Jedoch gilt dieser Artikel nur nach Ablauf der Probezeit, OR Art. 336c. Zu beachten ist, dass die Kündigung gleichwohl während der Schwangerschaft erfolgen würde und diese im Sinne des Gleichstellungsgesetzes missbräuchlich wäre. Es müssen somit triftige Gründe für eine Kündigung vorliegen.

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