Verrechnungssteuer – Gesetzesänderung per 01.01.2019

11 Februar 2019

Steuerpflichtige können sich freuen, da der Missstand bei der Verrechnungssteuer endlich behoben werden konnte. Die Vorlage zum Verrechnungssteuergesetz, welche aufgrund einer Motion zustande gekommen ist, wurde, nachdem der Nationalrat in der Herbstsession die letzten Differenzen bereinigt hat, angenommen. Damit konnte das revidierte Gesetzt am 1. Januar 2019 in Kraft treten.

Ab 1. Januar 2019 wird der Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer bei Nichtdeklaration einer verrechnungssteuerbelasteten Leistung in der Steuererklärung nicht mehr verwirken, sofern eine Nachdeklaration erfolgt oder die Steuerbehörde die Leistung aufrechnet. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Nachdeklaration oder Aufrechnung vor Ablauf der Frist für die Einsprache gegen die Veranlagung erfolgt und die jeweiligen Einkünfte oder Vermögen nicht vorsätzlich verschwiegen wurden. Die Neuregelung gilt rückwirkend für Ansprüche, welche seit dem 1. Januar 2014 entstanden sind. Natürlich können auch diese Ansprüche nur auf noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren zurückgefordert werden.

Mit dieser Gesetzesänderung soll vermieden werden, dass es bei fahrlässiger Nichtdeklaration zu einer Doppelbesteuerung durch die Einkommenssteuer und die Verrechnungssteuer kommt.

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