Referenzauskunft

11 Februar 2019

Um das Risiko einer Fehlanstellung zu minimieren, werden verschiedene Rekrutierungsinstrumente angewendet. Neben Analyse der Bewerbungsunterlagen und der Durchführung der Vorstellungsgespräche ist die Referenzauskunft ein wichtiges Rekrutierungsinstrument. Referenzauskünfte sollen ermöglichen, ein gewonnenes Bild bestimmter Eindrücke über eine Person zu bestätigen und abzurunden. Ausserdem helfen sie auch, Unklarheiten und Widersprüche zu klären.

Wer kommt als Referenzperson in Frage?

Als Referenzperson kommen ehemalige Vorgesetzte oder Personalfachpersonen in Frage, die in der Lage sind, die Arbeitsleistung und das persönliche Verhalten der Bewerbenden umfassend zu beurteilen. Referenzauskünfte dürfen erst nach Rücksprache mit dem Bewerbenden einholt werden. Es ist unzulässig, eine Auskunft ohne Ermächtigung einzuholen. Es ist empfehlenswert, Angaben über Referenzpersonen erst nach erfolgreichem Vorstellungsgespräch anzugeben.

Wann sollen Referenzauskünfte eingeholt werden?

Referenzauskünfte über einen potenziellen Mitarbeitenden werden meistens nach einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch eingeholt. Zu diesem Zeitpunkt, können gezielte und detaillierte Fragen über die Arbeitsweise und Fähigkeiten eines Bewerbenden gestellt werden. Zudem sollte der potenzielle Mitarbeitende die Referenzperson informieren, bei welcher Firma und für welche Position er sich beworben hat und wer sich betreffend Referenzauskunft melden wird.

Was gehört in eine Referenzauskunft?

Die Referenzauskunft untersteht grundsätzlich den gleichen Anforderungen wie das Arbeitszeugnis. Die Auskünfte dürfen dem Arbeitszeugnis nicht widersprechen. Die Informationen müssen sich deshalb auf Leistung und Verhalten beschränken. Es dürfen keine negativen Aussagen abgegeben werden, die während dem Anstellungsverhältnis dem Mitarbeitenden gegenüber nie geäussert wurden. Referenzauskünfte sind subjektive Aussagen und sollen sicher auch mit diesem Hintergrund bewertet werden.

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