Liquiditätsplanung – ein wichtiges Steuerungselement

26 März 2019

Die Liquiditätsplanung ist ein wichtiges Element der finanziellen Führung eines Unternehmens. Oft wird ein Budget für das kommende Jahr erstellt, auf eine Liquiditätsplanung jedoch verzichtet. Und das obwohl der Grossteil der Konkurse in der Schweiz aus einem Liquiditätsengpass entstehen.

Es ist von zentraler Bedeutung, dass sich gerade die kleineren und mittelgrossen Unternehmen um die Planung ihrer Liquidität (Cashflow) kümmern – dies am besten bereits vor der Firmengründung. Nur so wird man mit der Liquiditätsplanung vertraut und begreift deren Wichtigkeit. Und nur so kann man frühzeitig mögliche Liquiditätsengpässe erkennen und die notwendigen Vorkehrungen/Massnahmen treffen, damit die Situation bewältigt werden kann.

Ein Muss für den Firmenaufbau

Bei Startups ist die Liquiditätsplanung neben der Erstellung eines Businessplans eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Start. Denn in den ersten Monaten fliessen noch fast keine Debitorenzahlungen, die Ausgaben fallen hingegen sofort an. Es müssen Sonderausgaben für z.B. Investitionen oder einen Lageraufbau eingeplant werden. Das eingebrachte Kapital ist so schnell aufgebraucht. Nur mit einer Planung hat man die Liquidität im Griff.

Aufbau

Eine Liquiditätsplanung wird meist monatlich über 12 Monaten dargestellt. Einnahmen und Ausgaben werden aufgelistet und die Zahlungsströme entsprechend abgebildet. Wo ein Budget nur Aufwand und Ertrag berücksichtigt, werden bei der Liquiditätsplanung sämtliche Zahlungsein- und ausgänge berücksichtigt, also z.B. auch Investitionen oder Amortisationen von Darlehen. Dabei wird auch der zeitlichen Verschiebung Rechnung getragen, in dem man das Datum des Geldflusses berücksichtigt und nicht das Datum des Belegs.

Ist die Planung einmal erstellt, lässt sie sich wiederkehrend aktualisieren und basierend auf neuen Erkenntnissen verbessern und verfeinern.

Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema und stehen für Fragen zur Verfügung.

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