Die Generalversammlung – Nur formale Pflicht?

26 Juli 2017

Wenn es Frühling wird dann nähert sich bei Kapitalgesellschaften auch der Termin für die Durchführung der Generalversammlung.  Das Gesetz verlangt, dass die ordentliche Generalversammlung (GV) alljährlich innerhalb von sechs Monaten stattfinden muss.

Der Verwaltungsrat (VR) ist verpflichtet die GV vorzubereiten. Der Verwaltungsrat muss die GV spätestens 20 Tage vor dem Versammlungstag in der von den Statuten vorgesehenen Form einberufen.

Als oberstes Organ genehmigt die GV unter anderem die Jahresrechnung sowie die Verwendung des Bilanzgewinnes.

Sie wählt den VR und entlastet ihn für das abgeschlossene Geschäftsjahr. Auch die Revisionsstelle wird durch die GV gewählt.

Die Eigentümer oder Vertreter sämtlicher Aktien können jederzeit und ohne Einhaltung der Fristen und Formvorschriften eine GV abhalten. Diese so genannte Universalversammlung kann über alle in die Zuständigkeit der GV fallenden Verhandlungsgegenstände Beschluss fassen und ist im KMU-Umfeld weit verbreitet.

Oft wird die GV als lästige Pflicht angesehen. Wir empfehlen aber eine seriöse Durchführung der GV, unter Einhaltung der gesetzlichen Formalitäten (Termine, Formvorschriften, Protokoll, etc.).

Insbesondere gilt dies, wenn sich im Aktionariat mehrere Aktionäre befinden. Nichtige oder anfechtbare GV-Beschlüsse können weitreichende rechtliche Folgen haben für die Gesellschaft.

Ausserdem bietet die GV auch einen Anlass, das Geschäftsjahr, je nach dem fast schon in einem feierlichen Rahmen, definitiv abzuschliessen und bietet dem VR die Gelegenheit sich mit den Aktionären auszutauschen.

Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema und stellen Ihnen Mustervorlagen für Traktandenlisten oder Protokolle zur Verfügung.