Revision der Quellenbesteuerung - die HR-Sicht

23 September 2020

Am 1. Januar 2021 tritt das Bundesgesetz über die Revision der Quellenbesteuerung in Kraft.  Unternehmen, welche quellensteuerpflichtige Arbeitnehmer beschäftigen, sollten sich daher früh genug damit auseinandersetzen und Ihren Handlungsbedarf abklären. Nur so kann eine korrekte Berechnung der Quellensteuer gewährleistet werden.

Wir möchten Sie gerne auf die wesentlichen Änderungen hinweisen:

Zwingende Abrechnung mit dem anspruchsberechtigten Kanton

Der Schuldner der steuerbaren Leistung muss die geschuldeten Quellensteuern direkt mit dem anspruchsberechtigten Kanton abrechnen. Es ist nicht mehr möglich, die Quellensteuerabrechnung für sämtliche quellensteuerpflichtigen Personen über den Kanton des Sitzes oder der Betriebsstätte vorzunehmen.

Monatsmodell und Jahresmodell

Ab 1. Januar 2021 gibt es neu zwei Berechnungsmodelle:

Das Monatsmodell gilt für die Kantone Aargau / Appenzell Innerrhoden / Appenzell Ausserrhoden / Bern / Basel Land / Basel Stadt / Glarus / Graubünden / Jura / Luzern / Neuenburg / Nidwalden / Obwalden / St. Gallen / Schaffhausen / Solothurn / Schwyz / Thurgau / Uri / Zug / Zürich.

Das Jahresmodell gilt für die Kantone Fribourg / Genf / Tessin / Waadt / Wallis

Satzbestimmendes Einkommen

Eine wesentliche Neuerung betrifft die Berechnung des satzbestimmenden Einkommens. Ein grosses Thema ist dabei der 13. Monatslohn im Monatsmodell und im Jahresmodell.

Wir bitten Sie dazu das Kreisschreiben Nr. 45 der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV zu beachten.

Satzbestimmendes Einkommen Teilzeit-Erwerbstätigkeit

Ist ein Arbeitnehmer nur bei einem Arbeitgeber in einem Teilzeitpensum angestellt und erzielt keine weiteren Einkünfte, hat für die Satzbestimmung keine Umrechnung des Lohnes zur Folge.

Hat ein Arbeitnehmer gleichzeitig mehrere Arbeitsverhältnisse, muss das satzbestimmende Einkommen für jedes einzelne Arbeitsverhältnis ermittelt werden.

Wir bitten Sie dazu, Punkt 6.4 im Kreisschreiben Nr. 45 zu beachten.

Wegfall Tarifcode D / Neuer Tarifcode G

Der Tarifcode D ist nicht mehr anwendbar auf Einkünften aus einem Nebenerwerb. Es gilt neu der Tarifcode G bzw. Tarifcode Q bei deutschen Grenzgängern.

Software bereit ab 1. Januar 2021?

Die Änderungen haben auch diverse Anpassungen der Software zur Folge. Kontaktieren Sie frühzeitig Ihren Software Hersteller.

Haben Sie Fragen zu den oben aufgezeigten Änderungen? Zögern Sie nicht und Fragen Sie uns. Wir sind gerne für Sie da.

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